Geschichte

Geschichte unseres Hauses


Als kleines Bauernwirtshaus mit Landwirtschaft stand der Plattenwirt an der alten, nach Villach führenden Straße schon zur Zeit, als das verschilfte Ostufer des Wörthersees von den Klagenfurtern noch mehr gemieden als gesucht wurde.

In einem Mauerstein eingemeißelt fand sich die Jahreszahl 1810. Haus und Stadl standen auf steinigem Grund. Später abgetragene Felsplatten, wovon das Gasthaus seinen Namen trägt, traten überall zutage. Die einschichtige Lage blieb lange erhalten.

Erst 1871 wurde die "Neue Schwimmhalle", allgemein "Militärschwimmschule" genannt, eröffnet.

1891 wurde mit der Pferdebahn die erste Verkehrsverbindung zum See angelegt. 20 Jahre lang trabten die Pferde mit den offenen Wägelchen beim Plattenwirt vorbei, ehe die Umwandlung zum elektrischen Betrieb erfolgte. Nun fand sich in Ludwig Pranter auch ein Gastwirt, der auf die Belebung des Seeufers hoffend, im Jahr
1904 das Gasthaus kaufte und in der Folgezeit vergrößerte. Er entstammte einer alten Tiroler Bürgerfamilie, der Erzherzog Ferdinand von Tirol 1586 einen Wappenbrief verlieh. Ein Zweig der Familie machte sich in Dölsach ansässig und betrieb in Lienz eine Gastwirtschaft. Von dort kam Ludwig Pranter nach Maria Loretto, wo er das Gasthaus pachtete. Sein Sohn Paul und nachmaliger Besitzer das Gasthauses Plattenwirt kam in Loretto zur Welt. Man ließ die alte Scheune abtragen und setzte an ihre Stelle ein modernes Gästehaus mit 54 Betten. Die Familie erinnert sich noch an die Zeit, in der die Villacher Straße dicht am Gasthaus vorbeiführte und sich im Süden Sumpfwiesen erstreckten. Eine besondere Attraktion aber stellten die bedeutenden Gletscherschliffe am Südrand der Straße dar. Viele Besucher pilgerten damals zu diesem Naturdenkmal, das heute eine Sehenswürdigkeit für den Europapark wäre. Leider wurden diese Gletscherschliffe kurzerhand gesprengt, als die WÖSPAG (Wörthersee Sport AG) hier eine Rennbahn anlegte. Es gab damals viel Kritik an der Zerstörung, und man deutete den Namen WÖSPAG mit "Wir Ökonomen sprengen alle Gletschertöpfe".
Die Rennbahn wurde für Trabrennen, internationale Motorradrennen und bescheidene Autorennen genützt, hielt sich jedoch nur wenige Jahre und ging in einer Pleite unter.

1929 wurden die letzten Planken des glücklosen Wörthersee Sportplatzes abgetragen. Die Jahre des Zweiten Weltkrieges und der Nachkriegszeit brachten einen Ansturm auf den Plattenwirt. Niemals waren so viele Spaziergänger aus der Stadt gekommen. 400 Sessel reichten oft nicht aus, und neun Serviererinnen hatten alle Hände voll zu tun. Nach der Verlegung der Villacher Straße und der Motorisierung wurde es wieder ruhiger. Nach der Verlegung der Hauptstraße entstand am Ufer des Wörthersees ein großes Erholungsgebiet, in dem sich unser Hotel befindet.

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